Paniktüren: Es darf nur Sicherheitsglas eingesetzt werden, das DIN EN 1627 /1630 geprüft ist.

Sicherheitsglas gemäß EN 356 (also P1A - P5A Glas und P6B -P8B Glas) darf nicht verwendet werden. In der Praxis ist das häufig nicht bekannt weshalb fälschlicherweise auch P4A Glas oder P5A Verglasungen eingesetzt werden. 

Warnung

Nicht zulässige Verglasung

P1A - P5A Glas
P6B - P8B Glas
8mm Polycarbonat

Warnung

Zulässige Verglasungen

SILATEC RC2 panic
SILATEC RC3 panic
SILATEC RC4 panic

SILATEC Panikverglasung -
für jede Anforderung das richtige Glas.

• über 30 geprüfte Glastypen

•  variable in der Dicke ab 16mm

•  Außenscheibe aus ESG oder VSG

•  freie Auswahl an Sonnenschutzbeschichtungen

•  als 2-fach oder 3-fach Isolierglas

•  mit Brandschutzglas

•  mit Alarmschleife

•  geprüfte Durchschusshemmung gem. EN 1063

•  in den Rahmensytemen der meisten Hersteller ist

   Silatec Panikglas bereits geprüft und zugelassen

Prüfberichte nach DIN EN 1627 / 1630

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Paniktüren:
warum nur wenige Verglasungen zugelassen sind.

SILATEC
Panikglas

  • Dünn und leicht
  • Für Fluchttüren entwickelt
  • Zertifiziert gem. DIN EN 1627
  • über 30 geprüfte Glastypen
  • Zugelassen für Rahmensysteme
    der meisten Hersteller
  • Optik angleichbar
  • schnelle Lieferzeit
(mm)
(kg/m2
Diese sind abhängig von der Größe der Scheibe, Lasten (z.B.Windlast) sowie von Richtlinien und Vorschriften
mono, i2, i3 monolithisch, Isolierglas, Dreifachisolierglas
Wärmedurchgangskoeffizient. Je kleiner der Wert, desto besser ist die Wärmedämmung.
KrKrypton
ArArgon
TL Lichtdurchlässigkeit. Je größer der Wert, desto mehr Licht gelangt durch die Verglasung
gGesamtenergiedurchlässigkeit. Je kleiner der Wert, desto weniger Energie gelangt durch die Verglasung.
RwSchalldämmmaß. Je größer der Wert, desto besser ist die Schalldämmung. Die angegebenen Werte beziehen sich auf Kryptonfüllung.
ASAlarmschleife. Sichtbar oder unsichtbar.
AWAlarmdraht
SuSSonnenschutzbeschichtung

1) 
2)  
3) 
4)
5)
6)
7)
8)
9)
*

Prüfzeugnis
Prüfprotokoll Einzellscheibe
intern ermittelter Schätzwert ohne Prüfbericht 
ausschließlich unsichtbare Alarmschleife möglich 
NATO STANAG 4569 AEP55
GOST Goststandard of Russia
VPAM PM 2007, Fassung 2
EN 1063
Sonderprüfung, siehe Prüfbericht Beschussamt
Bandbreite typischer Werte


Prüfung RC2 und RC3:

Die geprüften Verbundglasaufbauten erfüllen die Anforderungen bezüglich der Widerstandsfähigkeit gegen manuelle Einbruchversuche (Angriff auf die Fläche der Panikverglasung) in den Widerstandsklassen RC2 und RC3 gemäß EN 1627 / 1630 für den Einsatz in Türelementen von Flucht und Rettungswegen. Sowie mindestens die Anforderungen bezüglich der Widerstandsklasse P6B gemäß EN 356. (Die Systemprüfung wird hierdurch nicht ersetzt).

Prüfung RC4 D:
Der geprüfte Verbundglasaufbau wurde in Anlehnung an die Prüfungsanforderungen der Widerstandsklasse RC4 nach DIN EN 1627/1630 geprüft. Er verhindert in der angegebenen Widerstandszeit eine quadratische, durchgrifffähige Öffnung mit 120 mm Seitenlänge. Die innenliegenden Bedienelemente müssen konstruktiv so angeordnet und abgesichert werden, dass diese mit den normativ vorgegebenen Werkzeugsätzen durch die Öffnung im Glas nicht erreicht und betätigt werden können.Der Glasaufbau erreicht die Widerstandsklasse P8B gemäß EN 356 und EH3 gemäß VdS Schadenverhütung. (Die Systemprüfung wird hierdurch nicht ersetzt).

Brandschutz:
Die Kombination aus Brandschutz und Panikverglasung ist eine objektbezogene Sonderlösung. Ein brandschutztechnischer Nachweis in Form einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung liegt nicht vor. Deshalb bedarf die Zustimmung des gesamten Systems, d.h. Glas, Rahmen und der Anschluss an das Bauteil der behördlichen Zustimmung im Einzellfall. Das Brandschutzglas ist i.d.R. angriffseitig angeordnet. Dadurch ergibt sich ein asymmetrischer Glasaufbau. Die Einbaurichtung ist mit der verantwortlichen Behörde abzustimmen.


Alle Werte unterliegen üblichen Toleranzen. Unsere spezielle Verglasungsrichtlinie muss eingehalten werden.

In diesem Lieferprogramm zeigen wir unsere gängigen Produkte. Darüber hinaus produzieren wir auch ausgefallene Sonderlösungen. Fragen Sie uns.

Änderungen der technischen Angaben, Änderungen im Lieferprogramm sowie Änderungen unserer Hinweise behalten wir uns vor. Bei allen Anwendungen sind die gesetzlichen Vorschriften zu beachten. Unsere speziellen Verglasungsrichtlinien sind zu beachten, andernfalls erlischt unsere Garantie.

In Zweifelsfällen nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.

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Definition einbruchhemmendes „Panikglas“:

FAQ's


Darf P4A oder P5A Glas für einbruchhemmende Fluchttüren verwendet werden?

Nein, weder P4A noch P5A Glas ist zulässig. Die Verglasung für einbruchhemmende Fluchttüren muss nach DIN EN 1627/1630 in der entsprechender Widerstandsklasse (RC) der Fluchttüre geprüft sein.

Kann die Aussenscheibe bei Isolierverglasungen anstelle von ESG in VSG ausgeführt werden?

Ja, die SILATEC panic Verglasung für Fluchttüren kann angriffseitig (aussen) anstelle von ESG in VSG hergestellt werden. Die Glasdicke erhöht sich dadurch um ca. 3mm, das Flächengewicht um ca. 6kg/m².

Kann das Oberlicht, also die Verglasung oberhalb der einbruchhemmenden Paniktüre, ohne Anforderungen an die DIN EN 1627/1630 ausgeführt werden?

Nach unserer Auffassung nicht. Nur das gesamte Bauelement der Paniktüre bietet ganzheitlichen mechanischen Schutz.

Kann das angegebene Maximalformat des Typs SILATEC RC2 panic größer als 1.600 x 2.300 mm hergestellt werden?

Ja. Die Dicke erhöht sich bis zu dem Maximalformat von 2.000 x 3.000 mm um ca. 2 mm und das Flächengewicht um 5 kg/m2.

Welches Material kann für die Verklebung der SILATEC Panikverglasung im Falz verwendet werden?

Die Materialverträglichkeit zum Glasrandverbund muss gewährleistet sein – im Zweifelsfall müssen Materialverträglichkeitsuntersuchungen durchgeführt werden. Gute Ergebnisse wurden mit Ramsauer 670, einem 2-Komponenten Material, erzielt. Die temperaturbedingte Ausdehnung der Polycarbonatschicht darf durch die Falzraumverklebung nicht behindert werden.

Was bedeutet Randummantelungsband?

Unser sogenanntes Randummantelungsband umschließt die gesamte Glaskante der SILATEC Panikverglasung umlaufend. Dadurch schützen wir den SILATEC Polycarbonat Verbund und den Isolierglas Randverbund vor äusseren Einflüssen. Es ist ca. 0,3 mm dick und besteht aus Aluminium mit zusätzlich schützender Kunststoffbeschichtung und umfasst die Glaskante U-förmig. Die grafische Darstellung entnehmen sie bitte unserer Zeichnung bzw. den Verglasungsrichtlinien.

 

Können Sonnenschutzbeschichtungen in die SILATEC Panik Verglasung integriert werden ?

Ja. Zur Auswahl stehen Sonnenschutzgläser mit leichtem, mittlerer und starkem Sonnenschutz. Die Wirksamkeit von Sonnenschutzglas wird maßgeblich durch deren g-Wert gekennzeichnet. Je geringer der g-Wert ist, desto kleiner ist der Energieeintrag. Typische Kennzahlen haben wir in der Tabelle dargestellt.

 

SonnenschutzLichttransmission
(ca. %)
g-Wert  
(ca. %)
leicht70 - 6540 - 35
mittel65 - 5035 - 30
stark40 - 3030 - 20

Alarmschleife: Sind die SILATEC panic Typen auch mit Alarm erhältlich ?

Ja, Alarmglas ist bei den SILATEC panic Isoliergläsern möglich. Also bei 2-fach und 3-fach Isolierglas. Die äussere bzw. Angriffseitige Glasscheibe besteht dann aus ESG.

Ist Polycarbonat - 8 mm zulässig für einbruchhemmende Fluchttüren ?

Nein. Glasscheiben für einbruchhemmende Fluchttüren gemäß DIN EN 1627/1630 müssen explizit nach dieser Norm auf ihre einbruchhemmenden Eigenschaften geprüft sein. Dasselbe gilt für Verglasungen der Widerstandsklassen P4A oder P5A – sie sind nicht zulässig.

Welches Glas ist zulässig für RC2 Fluchttüren ?

Nur solche RC2 Verglasung, die explizit nach den Anforderungen der DIN EN 1627/1630 für einbruchhemmende Fluchttüren geprüft wurde. An das erforderliche RC2 Glas werden besondere Anforderungen gestellt. Einbruchhemmende Verglasungen gem. EN 356, also P4A, P5A oder P6B reichen nicht aus.

Welches Glas muss in RC3 Fluchttüren verbaut werden ?

Richtig ist die Verwendung einer RC3 Verglasung, die für RC3 Fluchttüren zugelassen ist. Dafür muss das RC 3 Glas entsprechend der Norm für einbruchhemmende Fluchttüren (DIN EN 1627/1630) geprüft sein. Verglasungen der EN 356, wie z.B. P4A, P5A oder P6B sind nicht zulässig.

Gibt es Unterschiede zwischen Paniktüren, Fluchttüren und Notausgangstüren (DIN EN 1627/1630) ?

Alle drei Begriffe bezeichnen dasselbe, nämlich Türen, die für flüchtende Personen leicht und schnell zu öffnen sind. Auch dann, wenn sie abgesperrt sind.